Was sind meine persönlichen Ressourcen für einen beruflichen Neuanfang?

Über dieser Frage habe ich lange gegrübelt und bin zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es ein Thema ist, das jeder für sich selbst bearbeiten muss.

Deswegen gibt`s ein paar Fragen für euch…

Wie stelle ich mich in meiner Orientierungsphase finanziell auf?

  • Habe ich Anspruch auf staatliche Hilfe wie Arbeitslosengeld oder HartzIV?
  • Was muss von dem Geld, was ich derzeit erwirtschafte, finanziert werden?
  • Könnte mich jemand finanziell unterstützen?

Dies müssen ja nicht unbedingt regelmäßige Zahlungen sein. Vielleicht schenkt dir z.B. jemand ein Coaching zum Geburtstag?

 

  • Kann mein/e Partner/in für eine Weile für uns beide (bzw. die ganze Familie) Alleinverdiener sein?


Finanzielle Abhängigkeit fühlt sich für viele (so auch für mich) nicht gut an. Aber ist das womöglich der Preis, den wir zahlen, damit wir uns auf den Aufbau von etwas Neuem konzentrieren können?

Wieviel Zeit kann ich mir nehmen?

Natürlich ist dies vor allem eine finanzielle Frage, die sich nur jede/r selbst beantworten kann.
Doch so ein Prozess braucht Zeit, ein Jahr mindestens. Und dann? – Dann wisst ihr womöglich, was ihr machen möchtet, habt Praktika gemacht, ausprobiert und einen zarten Anfang gefunden. Wenn es auf eine Selbstständigkeit hinausläuft, müsst ihr aber eine beträchtliche Anlaufphase einrechnen, bis sich euer Business von selbst trägt. Viele Wege enden damit, dass einem unterwegs die Puste ausgeht: Jemand hat das Richtige für sich gefunden, aber vielleicht nicht mehr die Kraft und die finanziellen Ressourcen für den wirklich Neuanfang.

 

Wer sich einen kompletten Ausstieg vom alten Job nicht leisten kann oder wem das schlichtweg zu riskant ist (was völlig legitim ist!!), der kann sich auch für einen zweigleisigen Prozess entscheiden.
Selbst habe ich die Erfahrung nicht gemacht, habe aber größte Bewunderung für solche Wege!

Er fordert u.U. etwas mehr Zeit, finanzielle Einschränkung und Allem voran viel Disziplin!

Schafft euch eine klare Struktur, wann ihr euch mit euer beruflichen Zukunft beschäftigt – vielleicht könnt ihr ja die Arbeitsstunden eures alten Jobs reduzieren und einen Tag fest dafür einplanen?

 

Und der Ort?

Es liegt auf der Hand, dass ihr eure Suche von zu Hause aus macht. Geht, klar. Bedenkt nur, dass ihr keine Deadline habt (oder nur eine, die sehr, sehr weit weg ist). Die Waschmaschine aber kann sehr dringlich piepen, die chaotische Küche schreit: „Räum mich auf!“ und der Süßigkeitenschrank liegt genau auf dem Weg…

Kannst du in einem Café arbeiten (falls diese offen sind)? Oder an einem anderen Arbeitsplatz außerhalb der Wohnung? Wenn nicht, kannst du dir ein Ritual schaffen, das sage „Jetzt ist Arbeit und nichts anderes. Punkt.“?

 

Fallen dir noch mehr hilfreiche Fragen ein?

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